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Haartransplantation für Frauen
Wie läuft eine Haartransplantation bei Frauen ab?
Die Haartransplantation (Verpflanzung und Wiederherstellung des Haares) erfolgt bei Männern wie bei Frauen durch die Umverteilung von Haarfollikeln. Während des Eingriffs entnehmen wir Follikel, die vom Haarausfall nicht betroffen sind, und verpflanzen sie in den kahlen Bereich.
Ziel des Eingriffs ist es, die Haare sowohl ästhetisch als auch technisch einwandfrei zu verpflanzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Das bedeutet eine hohe Anwachsrate, ein hohes Nachwachsen sowie ein natürliches Aussehen des Haares.
Die Zahl der umzusetzenden Haarfollikel ist individuell verschieden, die Reserven sind bei jedem Menschen jedoch begrenzt. Es ist wichtig, den Spenderbereich des Patienten umsichtig zu nutzen und nur so viele Haarfollikel wie nötig zu entnehmen, damit für eine mögliche spätere Haartransplantation genügend Reserven bleiben, falls das Haar im ursprünglichen, nicht verpflanzten Bereich weiter ausdünnt. Einer der Vorteile der Haartransplantation bei Frauen ist die Anwendung der neu entwickelten Long-Hair-FUE-Technik: Unsere Patientinnen müssen ihre Haare nicht kurz schneiden lassen, und das Ergebnis ist nahezu sofort sichtbar.
Welche Technik wird bei der Haartransplantation für Frauen eingesetzt?
Wir verwenden die von Dr. Roberto Trivellini patentierte Entnahmemethode, um die Belastung des Spenderbereichs möglichst gering zu halten und ein möglichst präzises Ergebnis zu erzielen. Das uns zur Verfügung stehende Instrumentarium ist das derzeit einzige von Fachleuten akzeptierte mehrphasige System, und sein Instrument, der bereits erwähnte Long Hair Trivellini Mamba, verfügt auch über eine Funktion zur Entnahme langer Haare. Bei diesem Gerät kann der Operateur in den Einstellungen spezielle Optionen wählen, mit denen die Haarfollikeleinheiten in Form von langem Haar und ohne jede Beschädigung entnommen werden. Nach der Entnahme werden die Haare wie bei einer üblichen FUE-Behandlung verpflanzt, der Spezialist arbeitet in diesem Fall jedoch mit einer anderen speziellen Nadel. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Haare am Ende der Haarfollikel lang bleiben.
Preise der Haartransplantation
Dem Eingriff geht stets eine gründliche ärztliche Beratung voraus, in der wir Ihren Bedarf einschätzen und Ihre Möglichkeiten aufzeigen, damit das Endergebnis des Eingriffs ästhetisch optimal ausfällt und dabei vollkommen natürlich bleibt.
Mit modernster medizinischer Technik verpflanzen wir aktive Haarfollikel aus dem Nackenbereich in die weniger dichten Areale. Diese Follikel sind unempfindlich gegenüber hormonellen Veränderungen und sterben daher im Laufe der Zeit nicht ab. Zellregenerationstechnologien leisten in der Heilungsphase nach der Operation ebenso wie bei der Reaktivierung der eigenen, nicht verpflanzten Haarfollikel des Patienten einen wirksamen Beitrag. Aus diesem Grund gehört die angewandte Regenerationstherapie fest zum chirurgischen Protokoll unserer Klinik und wird nicht als Zusatzleistung berechnet.
Beim Trivellini-FUE-Haartransplantationssystem können wir das Gerät an die individuellen Merkmale jedes Patienten anpassen. So erhöhen wir Geschwindigkeit und Präzision und minimieren zugleich das Operationstrauma.
Die Ludwig-Skala
Haarausfall bei Frauen unterscheidet sich deutlich von dem bei Männern, da Frauen weniger leicht auf hormonelle Veränderungen reagieren. Im weiblichen Körper finden sich sowohl Östrogene als auch androgene Hormone, wobei im Idealfall natürlich die Östrogene überwiegen. Dennoch kann auch Frauen androgenetischer Haarausfall betreffen, denn das Enzym 5-alpha-Reduktase kann Testosteron in das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) umwandeln, das die Wachstumsphase der Haarfollikel hemmt. Es ist denkbar, dass bei Frauen mit dieser Form des Haarausfalls die Hormonwerte (auch die Androgenspiegel) völlig normal sind. Trotzdem kann das genannte Enzym den für das Haarwachstum zuständigen Östrogenspiegel übersteigen.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Haarausfall besteht darin, dass er bei Männern durch eine Überproduktion von Testosteron verursacht werden kann, bei Frauen hingegen durch einen sinkenden Östrogenspiegel oder die Empfindlichkeit des Gewebes gegenüber Sexualhormonen. Deshalb kann dieses Phänomen möglicherweise rund um die Wechseljahre auftreten. Interessanterweise entstehen dabei keine kahlen Stellen wie bei Männern, sondern es kommt zu allgemeinem Haarausfall und einer Ausdünnung der Haare.
Die drei Stadien der Ludwig-Klassifikation
Die Ludwig-Klassifikation umfasst drei Stadien zur Beschreibung des genetisch bedingten weiblichen Haarausfallmusters:



- Typ I (leicht) – Es kann eine beginnende Ausdünnung der Haare auftreten, die sich durch die passende Frisur noch leicht kaschieren lässt. In diesem Stadium ist noch nicht so viel Haar ausgefallen, dass eine Haartransplantation für Frauen infrage käme.
- Typ II (mittel) – Frauen mit Haarausfall vom Typ II bemerken eine Verbreiterung des Mittelscheitels und eine deutliche Abnahme der Haardichte auf der Kopfhaut. Eine Haartransplantation ist nur möglich, wenn die Patientin an den Seiten oder am Hinterkopf Spenderbereiche mit kräftigem Haar hat.
- Typ III (ausgeprägt) – Die Haut auf dem Oberkopf wird nahezu vollständig durchscheinend, was in der Regel zu einer Ausdünnung der gesamten Kopfhautfläche führt. Patientinnen in diesem Stadium haben häufig nicht genügend Spenderhaare, damit die Haartransplantation zu einem guten Ergebnis führt.
Diese Beispiele sind selbstverständlich allgemein gehalten, und es gibt Überschneidungen. Die genaue Diagnose kann bei einer persönlichen Beratung gestellt werden, für die Sie sich über die Schaltfläche unten anmelden können. Kontaktieren Sie uns!